© Weingut Rudolf May

Weingut Rudolf May

Seit 1987 vermarktet Rudolf May seine Weine selbst. Seither hat er seine Rebfläche vervielfacht. 1997 wurde der Betrieb in das Eberstal an den Ortsrand von Retzstadt ausgesiedelt, wo Petra und Rudolf May ein neues Weingut errichtet haben. Die Weine wachsen in Retzstadt und Umgebung, hauptsächlich auf Muschelkalkböden. Die wichtigsten Lagen sind Retzstadter Langenberg, Retzbacher Benediktusberg und Thüngersheimer Johannisberg mit der Teillage Rothlauf, im Stettener Stein hat Rudolf May Grauburgunder stehen. Eindeutig wichtigste Rebsorte bei Rudolf May ist heute der Silvaner, der inzwischen zwei Drittel seiner Rebfläche einnimmt. Dazu gibt es Riesling, Müller-Thurgau, Rieslaner, Grau- und Weißburgunder, sowie an roten Sorten Spätburgunder und ein klein wenig Dornfelder und Regent. Ausgewählte Weine, auch Weißweine, baut er im Barrique aus. Die Spitzenweine werden in der Linie "Recis" vermarktet, mit der Aufnahme in den VDP wurde aus dem Recis-Silvaner, der von 1966 gepflanzten Reben stammt und zur Hälfte im Betonei, zur Hälfte im Edelstahl ausgebaut wird, 2013 das Große Gewächs Rothlauf (eine Teillage des Thüngersheimer Johannisberg), so dass es kurzfristig wieder nur einen Recis-Silvaner gab, den Recis 1963, der erstmals 2011 erzeugt wurde. Im Jahrgang 2014 durfte dieser dann erstmals ebenfalls als Großes Gewächs vermarktet werden, nachdem der VDP die Einzellage ebenfalls als Große Lage anerkannte, er trägt nun die Bezeichnung Himmelspfad nach der Gewanne im Herzstück des Retzstadter Langenbergs, aus der er stammt. Der älteste Sohn von Petra und Rudolf May, Benedikt, hat seine Winzerlehre in der Pfalz bei Münzberg und Mosbacher absolviert, dann Praktika an der Mosel und in Australien gemacht, ist inzwischen im Betrieb tätig. Es war schon beeindruckend zu verfolgen, wie Rudolf May sich kontinuierlich gesteigert hat. Als wir ihn in der ersten Ausgabe vorstellten, war er noch weitgehend unbekannt, ebenso Retzstadt, wo er zuhause ist. Damals waren seine Weine klar, saftig und süffig. Diese Stilistik findet man auch heute noch bei seinen Weinen: Sie sind reintönig, fruchtbetont und wunderschön süffig, haben dabei aber deutlich an Struktur und Komplexität gewonnen, profitieren von geringerer Restsüße, denn "fränkisch trocken" ausgebaut zeigen sie, was in ihnen steckt, gewannen sie in den jüngsten Jahren mehr und mehr an Länge und Nachhaltigkeit.

Lagen:

Langenberg (Retzstadt)
- Himmelspfad (Retzstadt)
- Der Schäfer (Retzstadt)
Benediktusberg (Retzbach)
Stein (Stetten)
Johannisberg - Rothlauf (Thüngersheim)

Aktuelle Weine:

2012    Silvaner Sekt brut Langenberg Retzstadt (2. Charge)
2015    Silvaner trocken
2015    Silvaner trocken Retzstadt
2015    Silvaner trocken Langenberg Retzstadt
2015    Silvaner trocken Retzbach Benediktusberg
2015    Silvaner trocken "Der Schäfer" Langenberg Retzstadt
2015    Weißburgunder trocken Langenberg Retzstadt
2015    Grauburgunder trocken Benediktusberg Retzbach
2015    Silvaner trocken "GG" "Rothlauf" Johannisberg Thüngersheim
2015    Sylvaner trocken "GG" "Himmelspfad" Langenberg Retzstadt
2015    Riesling Langenberg Retzstadt
2015    Rieslaner Spätlese Retzstadt
2015    Silvaner Auslese Langenberg Retzstadt
2015    Rieslaner Trockenbeerenauslese Langenberg Retzstadt