© Andreas Durst

Weingut Pfeffingen - Fuhrmann-Eymael

Das Weingut Pfeffingen hat seinen Namen vom gleichnamigen Bad Dürkheimer Ortsteil, der zwischen 500 und 600 n. Chr. gegründet wurde und Ausgangspunkt für die Besiedlung der Gegend war. Die Familie betreibt seit rund 250 Jahren Weinbau in der Pfalz, Valentin Schnell erwarb 1931 das Anwesen und gründete das Weingut, das nach seinem Tod 1937 von seinem Sohn Fritz Schnell übernommen wurde, der es unter dem Namen "Fritz Schnell, Weingut Pfeffingen" führte. 1952 übernahmen seine Tochter Helene und ihr Ehemann Karl Fuhrmann den Betrieb, das Weingut firmierte fortan als "Karl Fuhrmann, Weingut Pfeffingen". Seit 1991 leitet ihre Tochter Doris Eymael den Betrieb, der seither unter dem Namen "Weingut Pfeffingen, Fuhrmann-Eymael" bekannt ist. Dabei wird sie unterstützt von Kellermeister Rainer Gabel und ihrem Sohn Jan Eymael, der seit 2002 im Betrieb tätig ist. Inzwischen arbeitet auch Jan Eymaels Ehefrau Karin im Betrieb, die wie er in Geisenheim studierte, zusammen machten sie Auslandspraktika in Bordeaux und Australien, danach arbeitete sie als Weinjournalistin und PR-Beraterin. Die Weinberge liegen alle nicht weit vom Weingut in Ungstein, die besten Lagen sind Herrenberg und Weilberg, des Weiteren ist man im Nußriegel vertreten. Wichtigste Rebsorte ist der Riesling, der 60 Prozent der Rebfläche einnimmt. Dazu gibt es Scheurebe, Weißburgunder und Spätburgunder, sowie etwas Gewürztraminer, Silvaner, Chardonnay, Cabernet Dorsa und Auxerrois. Scheurebe ist seit mehr als 50 Jahren eine Spezialität des Betriebes, sie gibt es sowohl trocken ausgebaut, mit dem 2011 erstmals erzeugten "SP" an der Spitze, als auch edelsüß bis hin zur Trockenbeerenauslese. Das Sortiment ist dreistufig gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine. An der Spitze des trockenen Segments stehen die Großen Gewächse: Der Riesling aus dem ein Hektar großen Herzstück des Weilbergs (Terra Rossa-Böden), der Riesling aus dem Mardelskopf, einer von Sandsteinmauern und Hecken geschützten Teillage des Herrenbergs (Kalkstein mit Löss-Lehm-Auflage) und schließlich der erstmals 2007 erzeugte Weißburgunder aus dem Vogelsang, einer weiteren Parzelle des Herrenbergs. Der Riesling aus dem Ungsteiner Nussriegel fällt in die zweite VDP-Lagenkategorie, in die Kategorie Erste Lage. Auch edelsüße Weine werden erzeugt, wenn es der Jahrgang erlaubt, meist Scheureben, diese edelsüßen Weine tragen ebenfalls Lagennamen.

Lagen:

Herrenberg (Ungstein)
Weilberg (Ungstein)
Nussriegel (Ungstein)

Aktuelle Weine:

2015    Riesling trocken "Ey mal 1"
2015    Scheurebe trocken Ungstein
2015    Scheurebe trocken "SP" Ungstein
2015    Chardonnay trocken "SP" Ungstein
2015    Riesling trocken "Kalkstein" Ungstein
2015    Riesling trocken "Terra Rossa" Ungstein
2015    Riesling trocken Ungstein Nussriegel
2015    Riesling "GG" Weilberg
2015    Riesling "GG" Herrenberg
2015    Scheurebe Auslese Ungsteiner Herrenberg
2015    Scheurebe Beerenauslese Ungsteiner Herrenberg
2014    Spätburgunder trocken "SP" Ungstein