Ahr

28,10,-14,50,2
600,600,60,1,3000,5000,25,800
90,150,1,50,12,30,50,2,70,12,1,50,1,1,1,2000
© Deutsches Weininstitut
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Weinberg an der Nahe, Windesheim
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Weinberg an der Nahe, Schlossböckelheim
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Weinbau an der Ahr

 

Die Ahr ist ein junges Anbaugebiet. Natürlich hat das Tal eine lange Weinbaugeschichte, aber alles, was für Weininteressierte wichtig ist, passierte in den letzten zwei, drei Jahrzehnten. Werner Näkel war der Erste, der das Potenzial der Region nutzte, um eigenständige, große deutsche Spätburgunder zu produzieren. In den achtziger Jahren war dies, damals, als eigentlich niemand an der Ahr trockene Weine erzeugt hat und der Ausbau im Barrique unbekannt war. Heute ist Barriqueausbau bei den Spitzenweinen die Regel, großer Pinot Noir braucht Barrique. Lange Zeit hat man die Weine viel zu früh abgefüllt, auch die Spitzenweine. Gerhard Stodden und Wolfgang Hehle waren die Ersten, die ihre Weine länger im Fass ausbauten und zeigten, dass sich dies positiv auf die Lagerfähigkeit der Weine auswirkt. Auch bei anderen Erzeugern wie Werner Näkel oder Ludwig Kreuzberg zeichnet sich der gleiche Trend ab.

Mit gut 550 Hektar Rebfläche ist die Ahr eine kleine Weinbauregion. Die Weinberge erstrecken sich auf knapp 30 Kilometer zwischen Altenahr und Heimersheim, wobei die Spitzenlagen am nördlichen Ufer der Ahr liegen. In den Weinbergen wachsen vor allem rote Reben, 84 Prozent. Womit die Ahr die deutsche Weinregion mit dem höchsten Rotweinanteil ist. Wichtigste Rebsorte ist der Spätburgunder, der 63 Prozent der Fläche einnimmt, dann folgt mit weitem Abstand Riesling, die wichtigste Weißweinsorte an der Ahr. In den letzten Jahren legte der Frühburgunder kräftig zu, wird immer mehr zur regionalen Spezialität, hat inzwischen sogar den lange Zeit wichtigen Portugieser hinter sich gelassen, hinter Portugieser folgen Regent, Dornfelder und Domina, bei den weißen Sorten folgen hinter Riesling Weißburgunder, Müller-Thurgau und Grauburgunder. Vor 30 Jahren sah das alles ganz anders aus, damals gab es 20 Prozent Riesling, 20 Prozent Portugieser und 20 Prozent Spätburgunder. Und das Meiste davon wurde süß ausgebaut, unabhängig von der Rebsorte.