Nahe

28,10,-14,50,2
600,600,60,1,3000,5000,25,800
90,150,1,50,12,30,50,2,70,12,1,50,1,1,1,2000
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Weinberge an der Nahe
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Weinberge an der Nahe, Rotenfels
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Weinberg an der Nahe, Rotenfels
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Rotenfels, Nahe
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Weinberge an der Nahe Guldental
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Weinberge an der Nahe Schlossböckelheim
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Weinberge an der Nahe Windesheim
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Weinbau an der Nahe

 

Es ist schon erstaunlich, welchen Aufschwung die Weine von der Nahe in den letzten zwei Jahrzehnten genommen haben. Noch in den achtziger Jahren gab es nur eine Handvoll Erzeuger mit guten Qualitäten. Helmut Dönnhoff war dann der Erste, der große Weine erzeugt hat. Heute brauchen die Top-Weine von hier den Vergleich mit keinem anderen deutschen Anbaugebiet zu scheuen, die besten edelsüßen Rieslinge gehören ebenso wie die besten trockenen Jahr für Jahr zur Spitze in Deutschland. 

Aber gibt es ein klares Profil? Weiß der Verbraucher, was einen Nahewein ausmacht? Es gibt unterschiedliche Böden: Rotliegendes, Lehm, Porphyr, Quarzit, Schiefer, Kies, Löss. Alles auf kleinstem Raum. Am Boden also kann man den Nahewein nicht festmachen. Aber an der Rebsorte: Riesling. 

Aus Riesling werden die besten Naheweine gemacht, auch wenn Riesling erst seit kurzem auf Platz eins der Rebsortenstatistik steht und „nur“ 28 Prozent der Rebfläche einnimmt. In der Statistik folgen Müller-Thurgau und Dornfelder, noch vor Spätburgunder und Silvaner. Die weißen Burgunder kommen erst weit dahinter, noch abgeschlagener die weiteren roten Sorten. Aber auch hier boomt Rotwein, wie überall in Deutschland, ein Viertel der Rebfläche an der Nahe nehmen inzwischen rote Sorten ein. 

Die edelsüßen Rieslinge zählen seit den neunziger Jahren zur deutschen Spitze. Helmut Dönnhoff hat als Erster Weine von Weltklasse erzeugt und damit die Nahe bekannt gemacht. Inzwischen erzeugen viele Betriebe hervorragende edelsüße Weine, so Crusius und Emrich-Schönleber, auch Diel, Hahnmühle, Korrell oder Joh. Bapt. Schäfer – und natürlich Schäfer-Fröhlich. 

„Trocken“ hat der Aufstieg zur Weltklasse ein wenig später begonnen, beeindruckend aber sind heute die Ergebnisse. Werner Schönleber und Helmut Dönnhoff ist es zu verdanken, dass heute an der Nahe trockene Rieslinge von Weltklasse erzeugt werden. Tim Fröhlich tut es ihnen gleich. Die „untere“ Nahe reicht da nicht ganz heran, bisher, aber es geht auch hier klar voran. Martin Tesch hat sich auf trockene Rieslinge spezialisiert, in einem sehr präzisen Stil, der auf alkoholarme und nicht allzu restsüße Weine setzt, Sebastian Schäfer (Weingut Joh. Bapt. Schäfer) und das Schlossgut Diel setzen in den jüngsten Jahrgängen mehr auf Präzision denn auf Opulenz und Restsüße. 

Die Burgunder haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten an der „unteren“ Nahe, und nicht nur hier, fest etabliert, Windesheim ist zur Hochburg für weiße und auch rote Burgunder geworden, wobei die meisten Erzeuger auf sehr füllige und deutlich restsüße Weine setzen. Für Nahe-Rotwein stehen vor allem Sascha Montigny und Martin Reimann (Weingut Lindenhof).