Florian Weingart / © Andreas Durst

Weingut Weingart

Das Weingut Weingart hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der führenden Betriebe am Mittelrhein entwickelt. Adolf Weingart hatte den landwirtschaftlichen Mischbetrieb ganz auf Weinbau umgestellt, seit 1996 wird das Gut mit seinen 5 Hektar Reben von seinem Sohn Florian geführt. Florian Weingarts Weinberge liegen im Bopparder Hamm, in den Lagen Feuerlay, Ohlenberg und Engelstein, sowie im Spayer Engelstein; den Pachtvertrag für die Weinberge in der Lage Schloss Fürstenberg hat Florian Weingart dagegen beendet. Mit dem Jahrgang 2014 (respektive 2013 beim Spätburgunder) nutzte Weingart erstmals die Gewannnamen "In der Zech" (in Spay in der Lage Engelstein gelegen) und "Am Weißen Wacke" (im Bopparder Hamm Engelstein).Riesling dominiert in diesem Weingut, dazu gibt es 15 Prozent Spätburgunder - eine vergleichsweise große Fläche, welche die Bedeutung des Rotweines zeigt. Ein Großteil der Weine wird halbtrocken oder etwas süßer ausgebaut, allerdings gehören auch die trockenen Weine regelmäßig zur Spitze am Mittelrhein. Sekte ergänzen das Angebot, und wenn Auslesen oder Trockenbeerenauslesen gelingen, sind die in der Regel von großartiger Balance. Das Weingut gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Spitzenbetrieben am Mittelrhein. Wobei sich in diesem Jahrzehnt die Weine stilistisch verändert haben. Sie haben deutlich an Profil gewonnen, sind - teils durch die inzwischen praktizierte Spontangärung - vielleicht etwas weniger fruchtbetont und zugänglich als früher, dafür aber präziser und nachhaltiger. Experimente, beispielsweise mit einem gewissen Anteil an Botrytistrauben, gefallen sehr; man kann nie genau wissen, was Florian Weingart als nächstes macht, und genau das verleiht der Sache Spannung. Weine, die sich "anarchie" nennen oder die mit einem "+" bezeichnet werden, sind meist besonders interessant, saftig und vibrierend. Was die Anarchie angeht, ist Weingart ohnehin aufgeschlossen, plant schon seit geraumer Zeit ein Buch über die Ethik des Weines, philosophiert gern über anarchistischen Wein. Vielleicht gehört zu dieser Anarchie auch, dass die Preise immer noch überraschend fair sind. In jedem Fall ist dieser Betrieb eines der bemerkenswertesten und am individuellsten arbeitenden Weingüter nicht nur am Mittelrhein, sondern weit darüber hinaus. 2017 wurde mit einem Kellerneubau in den Weinbergen begonnen, mit einem kreisrunden Keller, komplett in der Erde.

Lagen:

Feuerlay (Bopparder Hamm)
Ohlenberg (Bopparder Hamm)
Engelstein (Bopparder Hamm)
- Am Weißen Wacke (Bopparder Hamm)
Engelstein (Spay)
- In der Zech (Spay)

Aktuelle Weine:

2017    Riesling trocken
2017    Riesling Spätlese trocken Bopparder Hamm Ohlenberg
2017    Riesling Spätlese trocken* Bopparder Hamm Ohlenberg
2017    Riesling "feinherb"
2017    Riesling Kabinett halbtrocken Bopparder Hamm Ohlenberg
2017    Riesling Kabinett „feinherb" "In der Zech" Spay
2017    Riesling Spätlese „feinherb" "Am Weißen Wacke" Bopparder Hamm Engelstein
2017    Riesling Spätlese "Am Weißen Wacke" Bopparder Hamm Engelstein
2017    Riesling Beerenauslese Bopparder Hamm Engelstein
2017    Spätburgunder Weißherbst Kabinett halbtrocken "In der Zech" Spay
2016    Spätburgunder trocken "In der Zech" Spay

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