Gerd Bernhart / © Andreas Durst

Wein- und Sektgut Bernhart

Das Weingut Bernhart in Schweigen an der Grenze zum Elsass wird heute in vierter Generation von Gerd Bernhart geführt, der schon lange für den Keller verantwortlich ist. Sein Vater Willi gab 1971 die bis dahin betriebene Vieh- und Ackerwirtschaft auf, konzentrierte sich als Autodidakt ganz auf den Weinbau und begann mit der Flaschenweinvermarktung. Zwei Drittel der Rebfläche liegen auf elsässischem Boden, darunter auch die beste Parzelle des Weinguts, der Rädling, ein Kernstück des Schweigener Sonnenbergs in einem windgeschützten Seitental mit einer südost ausgerichteten Hangneigung bis zu 35 Prozent, geprägt von Kalkmergel mit Kalkfelsen im Untergrund. Von hier stammen die beiden Großen Gewächse, die mit „RG“ gekennzeichnet sind, da Bernhart die Verwendung der Bezeichnung Rädling momentan von der Weinkontrolle untersagt ist. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es ein drittes Großes Gewächs aus einem weiteren Teilstück des Sonnenbergs, dem direkt oberhalb von Wissembourg gelegenen, nach Süden ausgerichteten Kostert. Der Boden ist sehr stark vom Kalkstein geprägt, enthält aber auch Ton und Kalkmergel. Da die Parzelle ebenfalls auf französischem Boden liegt, darf auch ihr Name nicht auf dem Etikett verwendet werden, statt dessen verwendet Bernhart die Bezeichnung „KT“. Mit dem Jahrgang 2018 kommt ein viertes Großes Gewächs zum Sortiment dazu, ein Riesling aus dem Sonnenberg. Wichtigste Sorte im Betrieb ist ungewöhnlicherweise der Spätburgunder mit einem Flächenanteil von 26 Prozent, es folgen 18 Prozent Riesling, 15 Prozent Weißburgunder und 10 Prozent Grauburgunder, dazu kommen Chardonnay und Silvaner sowie kleinere Anteile von Auxerrois, Gewürztraminer, Muskateller, Sauvignon Blanc sowie St. Laurent, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Rotweine kommen grundsätzlich ins Holz, teilweise in große Fässer und die besten Partien bis zu 24 Monate in Barriques. Bereits seit 1985 stellt man hier auch eigenen Sekt her. 90 Prozent der Weine werden an Privatkunden verkauft. Seit dem Jahrgang 2012 (2011 bei den Rotweinen) setzt Gerd Bernhart konsequent das vierstufige VDP-Klassifikationsmodell um.

Lagen:

Sonnenberg (Schweigen)
– Rädling (Schweigen)
– Wormberg (Schweigen)
– Finstergasse (Schweigen)
– Kostert (Schweigen)

Aktuelle Weine:

2018    Auxerrois trocken „Tonmergel“ Schweigen
2018    Weißburgunder trocken „Kalkmergel“ Schweigen
2018    Grauburgunder trocken „Kalkmergel“ Schweigen
2018    Chardonnay „S“ trocken „Tonmergel“ Schweigen
2018    Weißburgunder trocken "WB" Schweigener Sonnenberg
2018    Riesling "GG" Sonnenberg
2018    Weißburgunder „GG“ Sonnenberg „RG“
2017    St. Laurent „S“ trocken
2017    Spätburgunder trocken "FG" Schweigener Sonnenberg
2017    Spätburgunder trocken "WB" Schweigener Sonnenberg
2017    Spätburgunder „GG“ Sonnenberg „KT“
2017    Spätburgunder „GG“ Sonnenberg „RG“

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