Johannes Selbach / © Weingut Selbach-Oster / Foto: Gintautas Jašinskas

Weingut Selbach-Oster

Die Geschichte des Weinguts Selbach-Oster lässt sich bis ins Jahr 1600 zurückverfolgen. Heute führt Johannes Selbach zusammen mit Ehefrau Barbara das Gut, allerdings ist schon die nächste Generation aktiv – die Geschwister Hannah und Sebastian. Das Weingut besitzt Weinberge in den besten Lagen von Zeltingen (Schlossberg, Sonnenuhr, Himmelreich), Wehlen (Sonnenuhr), Graach (Domprobst) sowie in den Bernkasteler Lagen Graben, Bratenhöfchen und Mathiasbrünnchen, die aber unter dem Namen der (kleinen) Großlage Badstube vermarktet werden. Mehr als die Hälfte der Weinberge ist mit alten, wurzelechten Reben bepflanzt. Neben Riesling baut Johannes Selbach ein klein wenig Weißburgunder an. Die Trauben werden mit niedrigem Druck schonend gekeltert, die Klärung erfolgt durch Absitzen lassen. Die Weine werden bei niedrigen Temperaturen vergoren, überwiegend mit den natürlichen Hefen, und etwa zur Hälfte im traditionellen Fuder, zur Hälfte im Edelstahl ausgebaut; aufgrund des Platzmangels im Keller hat Johannes Selbach inzwischen erste Doppelfuder angeschafft. Ein großer Teil der Produktion wird exportiert. Johannes Selbachs Vater hatte die Idee, die besten Parzellen gesondert auszubauen und zwar so, wie gewachsen, „nature“, also ohne Selektion von edelsüßen Beeren. 2003 wurde erstmals die Schmitt genannte Parzelle im Schlossberg gesondert ausgebaut, 2004 dann die Parzelle Rotlay in der Sonnenuhr, 2008 sah das Debüt des Anrecht-Weines aus dem Zeltinger Himmelreich. 2011 wurde dann erstmals der Bömer im Schlossberg gesondert vinifiziert, im Gegensatz zu den anderen, die in der Regel als Auslese geerntet aber nicht als solche bezeichnet werden, soll der Bömer möglichst immer trocken ausgebaut werden; nur der Schmitt wurde 2009 ein einziges Mal trocken ausgebaut. Diese Weine wurden bisher nur in wenigen Jahrgängen geerntet. Ansonsten nutzt Johannes Selbach sowohl für trockene als auch für halbtrockene respektive feinherbe und süße Rieslinge Prädikatsbezeichnungen. An der Spitze des trockenen Sortiments stehen die Spätlese von alten Reben aus der Sonnenuhr und der Bömer, den feinherben Teil führt die 2012 eingeführte Spätlese von „Ur-Alten Reben“ an. Die Rieslinge von Selbach-Oster bestechen durch ihre Eleganz und Reintönigkeit, die Süße ist niemals vordergründig, der Alkoholgehalt immer sehr moderat: klassische Mosel-Rieslinge! Zusammen mit Paul Hobbs hat Johannes Selbach in den Vereinigten Staaten ein neues, ambitioniertes Projekt begonnen. Im Bundesstaat New York, an den Finger Lakes, genau genommen am südlichen, recht steilen Ende des Lake Seneca, haben sie auf schieferähnlichen, aber doch deutlich härterem Gestein Riesling gepflanzt. 20 Hektar sollen es einmal werden. Zu Hause an der Mosel ist die neue Vinothek in der Ürziger Mühle ebenfalls einen Besuch wert.

Lagen:

Schlossberg (Zeltingen)
– Schmitt (Zeltingen)
– Bömer (Zeltingen)
Sonnenuhr (Zeltingen)
– Rotlay (Zeltingen)
Himmelreich (Zeltingen)
– Anrecht (Zeltingen)
Sonnenuhr (Wehlen)
Domprobst (Graach)
Badstube (Bernkastel)

Aktuelle Weine:

2018    Riesling Kabinett trocken Zeltinger
2018    Riesling Spätlese trocken Zeltinger Schlossberg
2018    Riesling trocken*** Zeltinger Sonnenuhr
2018    Riesling "Bömer" Zeltinger Schlossberg
2018    Riesling Kabinett halbtrocken Zeltinger Himmelreich
2018    Riesling Spätlese "feinherb" "Alte Reben" Graacher Domprobst
2018    Riesling Kabinett
2018    Riesling Kabinett Zeltinger Schlossberg
2018    Riesling Spätlese Wehlener Sonnenuhr
2018    Riesling Spätlese Graacher Domprobst
2018    Riesling Spätlese* Zeltinger Sonnenuhr
2018    Riesling Auslese Wehlener Sonnenuhr
2018    Riesling Auslese Graacher Domprobst
2018    Riesling Auslese "Rotlay" Zeltinger Sonnenuhr
2018    Riesling Auslese** Zeltinger Sonnenuhr
2018    Riesling Beerenauslese Zeltinger Schlossberg
2018    Riesling Trockenbeerenauslese* Zeltinger Sonnenuhr

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