Helmut und Cornelius Dönnhoff / © Andreas Durst

Weingut Hermann Dönnhoff

Helmut Dönnhoff setzte immer schon auf Riesling, schon als er 1971 die Verantwortung für die Weinberge und den Weinausbau von seinen Eltern übernommen hatte und Riesling an der Nahe nur die Nummer 3 war, hinter Müller-Thurgau und Silvaner. 80 Prozent seiner Rebfläche nimmt Riesling ein, dazu gibt es Weißburgunder und Grauburgunder. Er bewirtschaftet Weinberge in der Niederhäuser Lagen Hermannshöhle (schwarzgrauer Schiefer vermischt mit vulkanischem Eruptivgestein, Porphyr und Kalkstein), in der er heute größter Anteilseigner ist, und Klamm (Porphyr durchmischt mit schiefrigen Elementen) im Schlossböckelheimer Felsenberg (reiner Vulkanverwitterungsboden), in den Norheimer Lagen Kirschheck (grauer Tonschiefer, vermischt mit Sandsteinen des Rotliegenden) und Dellchen (schiefrige Böden, vermischt mit Porphyr- und Melaphyrverwitterung), in Oberhausen in den Lagen Leistenberg (grauer, verwitterter Tonschiefer) und Brücke (Lößlehm über einem Grauschieferuntergrund), die Dönnhoff im Alleinbesitz gehört, sowie in den Bad Kreuznacher Lagen Kahlenberg (kiesiger Lehmboden) und Krötenpfuhl (Lößlehmboden mit kleinen Kieselsteinen aus Quarzit) und im Roxheimer Höllenpfad (verwitterter Sandstein des Rotliegenden). Helmut Dönnhoff hat die Nahe bekannt gemacht, gezeigt, welches Potenzial die Region besitzt und als Erster bewiesen, dass die Region Weine von großer Klasse erzeugen kann. Schon in der ersten Ausgabe dieses Buches gehörte Dönnhoff für uns zu einer Handvoll deutscher Winzer mit Weltformat. Seitdem ist deutscher Wein in der Spitze dramatisch besser geworden. Aber auch die Weine von Helmut Dönnhoff sind immer noch faszinierender geworden. Dabei ist er seiner Stilistik treu geblieben, die süßen Kabinettweine, Spät- und Auslesen von Helmut Dönnhoff wirken niemals zu süß, niemals zu fett, sie sind immer elegant und animierend und stehen mustergültig dafür, wie Riesling der verschiedenen Prädikatsstufen sein sollte. Und Dönnhoff hat seine Stilistik immer weiter verfeinert, neben den süßen und edelsüßen Weltklasse-Rieslingen ist er auch mit den trockenen Rieslingen in eine neue Dimension vorgestoßen, zusammen mit seinem Sohn Cornelius, der schon seit 2007 für den Keller und die Weinberge verantwortlich ist und mittlerweile das Weingut übernommen hat.

Lagen:

Hermannshöhle (Niederhausen)
Brücke (Oberhausen)
Felsenberg (Schlossböckelheim)
Dellchen (Norheim)
Kahlenberg (Kreuznach)
Krötenpfuhl (Kreuznach)
Leistenberg (Oberhausen)
Kirschheck (Norheim)
Höllenpfad (Roxheim)
– Im Mühlenberg (Roxheim)

Aktuelle Weine:

2018    Riesling trocken „Tonschiefer“
2018    Riesling trocken Kreuznacher Kahlenberg
2018    Riesling "GG" Höllenpfad im Mühlenberg
2018    Riesling „GG“ Felsenberg
2018    Riesling „GG“ Dellchen
2018    Riesling „GG“ Hermannshöhle
2018    Riesling Kabinett Niederhäuser Klamm
2018    Riesling Kabinett Oberhäuser Leistenberg
2018    Riesling Spätlese Oberhäuser Brücke
2018    Riesling Spätlese Niederhäuser Hermannshöhle
2018    Riesling Auslese Niederhäuser Hermannshöhle
2018    Riesling Beerenauslese Oberhäuser Brücke

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.