© Weingut St. Antony

Weingut St. Antony

1912 kaufte die Gute-Hoffnungs-Hütte, die Vorgängerfirma der MAN AG, ein kalkhaltiges Gelände mit Weinbergen in Nierstein um dort Kalk für die Eisenproduktion abzubauen. 1920 wurden die ersten Weine erzeugt und abgefüllt. 2005 verkaufte die MAN AG St. Antony an Detlev Meyer. Das ehemalige Weingut Heyl zu Herrnsheim wurde ebenfalls von Detlef Meyer erworben und in das Weingut St. Antony integriert. Die Weine werden vom selben Team und im selben Keller (ein Neubau ist in Planung) ausgebaut, Heyl zu Herrnsheim bleibt aber als eigenständige Marke erhalten. Ein guter Teil der Rebfläche liegt im Roten Hang, ein Viertel der Fläche befindet sich in Steillagen. Dort besitzt das Weingut größere Anteile an den Lagen Orbel, Oelberg, Hipping und Pettenthal (dort ist man mit 10 Hektar größter Besitzer), die 2 Hektar große Lage Zehnmorgen besitzt man seit 2010 ganz, die 1,3 Hektar große Lage Brudersberg ist ebenfalls im Alleinbesitz des Weingutes, wurde aber lange Zeit ausschließlich für die Marke Heyl zu Herrnsheim genutzt. Wichtigste Rebsorte ist Riesling, der 60 Prozent der Fläche einnimmt. Dazu gib es vor allem Spätburgunder, Weißburgunder und Blaufränkisch, den es bereits seit 2008 im Roten Hang gibt. Seit 2007 werden alle Weinberge biologisch, seit 2011 biodynamisch bewirtschaftet, das Weingut ist seit 2018 Mitglied bei Demeter. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine. Beim Riesling gibt es seit 2016 insgesamt sechs Große Gewächse: Zu den Weinen aus Orbel und Pettenthal gesellten sich mit dem Jahrgang 2014 die Großen Gewächse aus Zehnmorgen (der erstmals 2012 gesondert ausgebaut und erstmals 2014 als Großes Gewächs deklariert wurde, der Wein stammt von einer Parzelle mit 1955 gepflanzten Reben) und Hipping (der bis zum Verkauf des Weingutes schon einige Jahre lang als Großes Gewächs angeboten worden war), seit 2015 gibt es auch wieder ein Großes Gewächs aus dem Oelberg, diesen Wein gab es wie den Hipping im letzten Jahrzehnt schon als Großes Gewächs; 2016 kam schließlich das Große Gewächs aus dem Brudersberg hinzu, ein Wein, der lange unter dem Namen Heyl zu Herrnsheim vermarktet wurde. Die Weine werden allerdings nicht identisch ausgebaut: Oelberg und Hipping im Edelstahl, Zehnmorgen im gebrauchten Halbstückfass, Orbel teils im alten Doppelstückfass, teils im Edelstahl, Pettenthal im Barrique. Im roten Segment gab es eine Zeitlang zwei Spätburgunder Große Gewächse aus Kranzberg und Paterberg, heute wird nur noch das Große Gewächs aus dem Paterberg erzeugt. Einige Jahre wurden auch zwei Blaufränkisch Lagenweine mit den Namen Rothe Bach (eine Parzelle im Pettenthal, von einer 1978 gepflanzten Rieslingparzelle, die Reben wurden überpropft) und Lange Berg (aus der Lage Oberer Auflangen, seit 1971 Bestandteil des Oelberg) erzeugt; den Lange Berg scheint es nicht länger zu geben.

Lagen:

Pettenthal (Nierstein)
- Rothe Bach (Nierstein)
Orbel (Nierstein)
10morgen (Nierstein)
Hipping (Nierstein)
Oelberg (Nierstein)
Kranzberg (Nierstein)
Paterberg (Nierstein)
Brudersberg (Nierstein)

Aktuelle Weine:

2020    Riesling trocken "Rotschiefer"
2020    Riesling trocken Nierstein
2020    Riesling trocken "GG" Nierstein Zehnmorgen
2020    Riesling trocken "GG" Nierstein Orbel
2020    Riesling trocken "GG" Nierstein Pettenthal
2020    Riesling trocken "GG" Nierstein Hipping
2019    Pinot Noir trocken "GG" Nierstein Paterberg

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.