Familie Kusterer / © Weingut Kusterer

Weingut Kusterer

Das Weingut Kusterer lag lange Zeit im Herzen der Altstadt von Esslingen. 2012 wurde eine neue viergeschossige Kelter mitten in die Weinberge der Neckarhalde gebaut, inklusive Vinothek. Anfang der neunziger Jahre erwarben Hans und Monika Kusterer ein Keltergebäude aus dem 14. Jahrhundert, das sie restaurierten und wo sie heute Veranstaltungen abhalten. Die knapp 6 Hektar Weinberge von Hans und Monika Kusterer befinden sich in den um das Jahr 1200 angelegten Terrassen des Esslinger Schenkenberg, wo sie 50 Parzellen besitzen, sowie in der kleinsten Einzellage Württembergs, der Esslinger Neckarhalde. 2007 konnten sie diese Lage ganz erwerben, bauen hier Spätburgunder und Chardonnay an. Der Schenkenberg besteht im unteren Teil aus buntem Mergel, dazwischen findet man Stubensandstein, darüber Knollenmergel. Die Neckarhalde besteht aus kalkhaltigem, tonreichen Knollenmergel. Die wichtigsten Rebsorten von Hans und Monika Kusterer sind Lemberger, Spätburgunder und Riesling, gefolgt von Merlot (den es bereits seit 1994 im Weingut gibt, der aber anfangs vor allem für Cuvées genutzt wurde), Zweigelt, Trollinger und Muskattrollinger. Hinzu kommen Grauburgunder und Chardonnay, ein wenig Silvaner, zuletzt wurde ein klein wenig Cabernet Franc gepflanzt, in Zukunft soll etwas mehr Chardonnay hinzukommen, auch um daraus einen Sekt zu erzeugen. Sohn Maximilian Kusterer studierte in Geisenheim, machte Praktika bei Friedrich Becker, Paul Fürst und bei Newton Johnson in Südafrika. Er hat 2012 seinen ersten eigenen Wein kreiert, ist seit 2016 für den Keller verantwortlich, er setzt verstärkt auf Maischestandzeiten und Holzeinsatz. Die Top-Rotweine werden alle mindestens zwei Jahre in neuen Barriques ausgebaut, der Spätburgunder Rosenholz drei Jahre. Alle Weine werden in der Regel durchgegoren ausgebaut. In den letzten Jahren wurden das Sortiment und die Etiketten neu gestaltet, man nutzt seither für die Topweine alte Flurstücksbezeichnungen wie Herzogen (Steillage im oberen Teil des Schenkenbergs, tonreicher, tiefgründiger Boden mit Mergelanteil, mit Zweigelt bestockt), Rosenholz (Südwest-exponiert mit kalkhaltigem Bunten Mergel, mit Spätburgunder bepflanzt) oder Felsen (Steillage im oberen Teil des Schenkenbergs, Stubensandstein, darüber geringe Bodenauflage mit Buntem Mergel, hier wächst Lemberger), erstmals im Jahrgang 2017 wurde ein im Barrique ausgebauter Grauburgunder aus der Lage Gern erzeugt.

Lagen:

Schenkenberg (Esslingen)
- Herzogen (Esslingen)
- Rosenholz (Esslingen)
- Felsen (Esslingen)
Neckarhalde (Esslingen)

Aktuelle Weine:

2013    "K Grande Cuvée" Pinot brut nature Neckarhalde
2017    Riesling trocken "vom bunten Mergel"
2017    Grauburgunder trocken Steillage
2017    Grauburgunder trocken "Gern"
2017    Muskattrollinger Rosé trocken
2017    Merlot Rosé trocken
2014    Blaufränkisch trocken Steillage
2014    Spätburgunder trocken
2013    Blauer Zweigelt trocken "Herzogen"
2014    Spätburgunder trocken Neckarhalde
2014    „Mélac“ Rotwein trocken
2014    Spätburgunder trocken "Rosenholz"

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