Matthias Müller / © Weingut Matthias Müller

Weingut Matthias Müller

Seit 300 Jahren baut die Familie Wein am Mittelrhein an. Lange Zeit ein traditioneller Mischbetrieb, konzentriert man sich seit drei Generationen mehr und mehr auf Weinbau und die Flaschenweinvermarktung. Matthias Müller übernahm Ende der neunziger Jahre den Betrieb von seinen Eltern Heinrich und Hilde Müller, führt ihn seither mit Ehefrau Marianne. Die Söhne Johannes und Christoph wirken bereits bei der Erzeugung der Weine mit, Johannes Müller ist nach Abschluss seines Geisenheim-Studiums seit März 2016 voll im Betrieb tätig. Die Weinberge von Matthias Müller liegen in den Steillagen des Bopparder Hamm. Der Bopparder Hamm liegt zwischen Boppard und Spay an der größten Schleife des Rheins im Oberen Mittelrheintal, das seit 2002 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Er bildet die größte zusammenhängende Rebfläche im Weinbaugebiet Mittel­rhein, ist überwiegend Süd-exponiert. Die Weinberge von Matthias Müller liegen hauptsächlich in den Lagen Feuerlay, Mandelstein, Ohlenberg und Engelstein. Neben 92 Prozent Riesling baut er ein wenig Grauburgunder und Weißburgunder an, allerdings haben diese Sorten nur einen geringen Einfluss auf den in den letzten Jahren immer mehr gewachsenen Ruhm des Weinguts. Bereits seit dem Jahrgang 2000 werden ausgewählte Spitzenweine in der "Edition MM" (nach den Initialen von Matthias und Marianne Müller) vermarktet. 2007 gab es dann das erste Große Gewächs, aus dem Mandelstein, 2009 gab es dann ein Großes Gewächs aus dem Ohlenberg, 2010 und 2011 wieder aus dem Mandelstein, 2012 bis 2015 aus dem Engelstein, mit dem Jahrgang 2016 gab es dann erstmals zwei Große Gewächse, eines aus dem Engelstein, das andere aus dem Filetstück des Ohlenbergs, der Gewanne "An der Rabenlei", die schon immer gesondert ausgebaut wurde. 2010 wurde eine neue Kelterhalle mit Flaschenlager gebaut, eine neue Vinothek wurde eröffnet. Es gibt wohl kaum ein zweites Weingut am Mittelrhein, das so intensiv in die Zukunft der Region investiert. Matthias Müller versucht alle Weine spontan zu vergären, das heißt ohne Reinzuchthefen. Alle seine Rieslinge weisen sehr eigenständige Aromen auf, unterscheiden sich klar voneinander. Die nominell trockenen Weine sind meist von einer zarten, bemerkbaren, aber kaum je störenden Restsüße geprägt, aber dennoch ungemein saftig und animierend. Neben halbtrockenen Weinen gibt es seit einigen Jahren noch mit "feinherb" bezeichnete Rieslinge, die in der Restsüße noch einmal deutlich höher liegen. Angeführt werden die Kollektionen in der Regel von edelsüßen Rieslingen, bis hin zur Trockenbeerenauslese.

Lagen:

Mandelstein (Bopparder Hamm)
Engelstein (Bopparder Hamm)
Ohlenberg (Bopparder Hamm)
- An der Rabenlei (Bopparder Hamm)
Feuerlay (Bopparder Hamm)

Aktuelle Weine:

2017    Riesling trocken Bopparder Hamm Mandelstein
2017    Riesling trocken Bopparder Hamm Ohlenberg
2017    Riesling trocken "Edition MM" Bopparder Hamm Feuerlay
2017    Riesling trocken "Edition MM" Bopparder Hamm Ohlenberg
2017    Riesling trocken "GG" Bopparder Hamm Engelstein
2017    Riesling trocken "GG" "An der Rabenlei" Bopparder Hamm
2017    Riesling "feinherb" "Alte Rebe" Bopparder Hamm
2017    Riesling "feinherb" Bopparder Hamm Feuerlay
2017    Riesling Kabinett Bopparder Hamm Feuerlay
2017    Riesling Spätlese Bopparder Hamm Mandelstein
2017    Riesling Spätlese "Edition MM" Bopparder Hamm Mandelstein
2017    Riesling Auslese Bopparder Hamm Engelstein

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